Gemeindeversammlung: Berichte über Spenden und Konfi-Camp

Die Evangelische Kirchengemeinde Wetzlar sammelt nicht nur Spenden. Sie bemüht sich auch, den zehnten Teil ihrer Einnahmen an verschiedene Projekte weiterzugeben. Darauf hat Kirchmeister Jens-Michael Wolf auf der diesjährigen Gemeindeversammlung in der Kreuzkirche hingewiesen. So habe sie unter anderem Stipendien für zehn Flüchtlinge übernommen, damit diese Deutschkurse besuchen können. In den Jahren 2015 und 2016 seien Überschüsse erwirtschaftet worden, davon sollten auch andere profitieren. Ein Schwerpunkt der Versammlung war der Zustand der Grundstücke, die sich im Besitz der Gemeinde befinden: sechs Kindertagesstätten und neun weitere Liegenschaften. Bei den Kitas übernehme in der Regel die Stadt 40 bis 50 Prozent der Kosten – damit dieser Anteil erhöht werden kann, sei die Kirchengemeinde derzeit in Verhandlungen.

Jugendmitarbeiterin Ulrike Würth und zwei Mädchen, Annika und Hanna, erzählten mit einer Bildpräsentation vom diesjährigen Konfi-Camp in Norwegen. Neben einem bunten Freizeitprogramm mit Baden im See und originellen Spielen hatten die Teilnehmer in Kleingruppen und im Plenum über Grundfragen des Glaubens und biblische Geschichten gesprochen. Viele Konfirmanden entscheiden sich auch aufgrund der Teilnahme an der Freizeit später, in der Kinder- und Jugendarbeit mitzuwirken. 

Pfarrer Siegfried Meier wies auf das „Islam-Papier“ hin, welches das Presbyterium verabschiedet hat. Darin betont die Kirchengemeinde, dass Christen und Muslime nicht an denselben Gott glauben. Mittlerweile hat auch die Wetzlarer Kreissynode das Papier nach lebhafter Diskussion angenommen, so dass es 2018 in die Landessynode eingebracht wird.

Vor der Gemeindeversammlung hatte Pfarrer Christian Silbernagel in einem zentralen Gottesdienst über Matthäus 10,34–39 gepredigt. Dabei betonte er, dass wir ohne Christus keinen Frieden finden könnten. Kein Mensch bleibe Christus gegenüber gleichgültig – entweder folge er ihm nach, oder er lehne ihn ab. Dies führe zur Trennung unter den Menschen. Der Sohn Gottes rette uns. Dies sollten wir anderen Menschen sagen, damit sie gerettet werden. Der Kammerchor am Dom unter der Leitung von Kantor Dietrich Bräutigam bereicherte den Gottesdienst mit mehreren Liedern.

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