Dankbar für gemeinsames Zeugnis vor der Welt

Wunderbare Chorkonzerte anlässlich des Partnerschaftsjubiläums in Siena

Mit einem Festgottesdienst und drei wunderschönen Chorkonzerten haben mehr als 30 sangesfreudige Mitglieder sowie Vertreter des Evangelischen Kirchenkreises Wetzlar das 30-jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Wetzlar und der Waldenser-Gemeinde in Siena gefeiert. Im Rahmen der neuntägigen Partnerschaftsreise nach Siena und Umgebung gestalteten sie den zentralen Festgottesdienst in der „Chiesa Evangelica Waldese“, durch ihre Lieder mit. Pfarrerin Milena Martinat hielt die Predigt. Dirigent Jochen Stankewitz (Hüttenberg) hatte eigens für die Partnerschaftsfeier einen Projektchor mit 33 Sängerinnen und Sängern aus Wetzlar und den umliegenden Orten zusammengestellt. Weltliches und Geistliches populärer und traditioneller Art war Bestandteil des Aufführungsprogramms im Konzert nach dem Gottesdienst. So kamen Werke aus Barock und Romantik, Spirituals und Choräle zum Tragen. „Geh aus mein Herz und suche Freud“, „Der Mond ist aufgegangen“ und „The Blessing of Aaron“ gehörten dazu, aber auch „Die Gedanken sind frei“ und „Die beste Zeit im Jahr ist mein“. Mitgesungen haben auch die ehemalige Superintendentin des Kirchenkreises Wetzlar, Ute Kannemann und Joachim Eichhorn, ehemals Kantor am Wetzlarer Dom.

Unter den Zuhörern befand sich zudem Jörg Kratkey, Kulturdezernent der Stadt Wetzlar, die ebenfalls seit 30 Jahren eine enge partnerschaftliche Verbindung mit Siena pflegt. Pfarrer Christian Silbernagel (Wetzlar) überbrachte die Grüße des Kirchenkreises Wetzlar. „Bis heute bin ich dankbar, dass eine Waldensergemeinde uns für würdig erachtet, gemeinsam Zeugnis zu geben vor der Welt“, hatte Superintendent Jörg Süß mitgeteilt. Es mache ihn demütig, wenn er höre und sehe wie aktiv die Gemeinde in Diakonie, Gottesdienst und im persönlichen Gebet sei. Süß, der zu Beginn der Partnerschaftsbegegnung Vikar im Kirchenkreis Wetzlar war, nahm Bezug auf die Orgel, die 1986 im Kirchenkreis erworben und vom damaligen Superintendenten Theodor Preis und Küster Fritz Dallmann von der Kreuzkirchengemeinde Wetzlar nach Siena transportiert worden war. Im Festgottesdienst war dieses besondere Instrument nun als Zeichen für 30 Jahre gelebte Partnerschaft zu hören.

Die Grüße der Stadt Wetzlar überbrachte der ebenfalls anwesende Partnerschaftsdezernent Karlheinz Kräuter.

Ein weiteres Konzert fand in der internationale Begegnungsstätte der Waldenser „Casa Cares“ in Reggello inmitten von Oliven- und Weinbergen im Arnotal unweit von Florenz statt. Die Begegnungsstätte „Casa Cares“ wird bereits seit den 80er Jahren vom Kirchenkreis Wetzlar unterstützt. Heute gehört das Haus der Organisation CASE VALDESI (Diaconia Valdese), die mehrere Freizeithäuser unterhält. Ein drittes Konzert gaben die Wetzlarer am Martin Luther Platz in der Lutherischen Gemeinde in Florenz gegeben. Einhelliges Urteil der Chorsängerinnen und -sänger: „Wir kommen wieder, denn es war herrlich - fast himmlisch!“

65 Mitglieder umfasst die Waldenser-Gemeinde in Siena. Milena Martinat ist seit September 2014 Pfarrerin dieser Gemeinde. Die Leitung der Reise hatten Pfarrer Christian Silbernagel und Rüdiger Henke, kreiskirchlicher Referent für Gemeindedienst, beide aus Wetzlar, übernommen.

 

Während Karlheinz Kräuter und Pfarrer Christian Silbernagel (v.l.) die Grüße der Stadt und des Kirchenkreises Wetzlar überbrachten, freute sich Pfarrerin Milena Martinat von der Waldenser-Gemeinde über das große Engagement der Besucher aus Mittelhessen.

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