
Wenn vom 12. bis 16. Mai in der Bayernmetropole München über 100.000 Teilnehmer zum 2. Ökumenischen Kirchentag zusammenströmen, werden auch Mitglieder der beiden Kirchengemeinden dabei sein, die im Wetzlarer Dom beheimatet sind.
Dieser Tage haben Mitglieder beider Gemeinden gemeinsam rund 1.300 Kekse für die Kirchentagsteilnehmer gebacken. Mit Zuckerguss aufgebracht ist ein Logo, das auf die Besonderheiten des Wetzlarer Domes hinweist. Herbert Fischbach hat dazu die Logos ausgestanzt. Seine Frau Marita sowie Elke Häuser und Ulrike Herr haben 10 Kilogramm Teig ausgerollt, die Bleche belegt und nach dem Backen die Logos aufgeklebt.
In den Münchener Messehallen bietet die Agora, ein Kirchentags-"Marktplatz", Initiativen, Gemeinden, Werken und Verbänden die Möglichkeit, sich und ihre Projekte an informativen Ständen, in Veranstaltungen und mit kreativen Aktionen zu präsentieren. Die Evangelische Kirchengemeinde Wetzlar, Bezirk Dom, und die Katholische Domkirchengemeinde Unserer Lieben Frau treten dort unter dem Motto an: "Simultankirche Wetzlarer Dom - Zwei unter einem Dach". Dieses Motto ist auf den Keksen zu lesen.

Bild von rechts: Die ökumenische Backrunde mit Herbert Fischbach, Marita Fischbach, Ulrike Herr und Elke Häuser. 1.300 Domtaler-Kekse tragen das Motto "Simultankirche Wetzlarer Dom - Zwei unter einem Dach"
Foto: Rühl
Beide Gemeinden werden mit 13 Mitgliedern unter der Projektleitung des Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden Michael Dörr (Garbenheim) in München dabei sein. Auch die beiden Pfarrer am Dom, Björn Heymer für die evangelische, und Peter Kollas für die katholische Gemeinde werden am Stand im Bereich 4 „Glauben leben“ in Halle A6 Stand L19 Auskunft über das Zusammenleben in einem Gotteshaus geben. Die Mitarbeiter der Projektgruppe haben eine Infowand erstellt, auf der die Geschichte des Domes und seiner Nutzung dokumentiert ist. Zum anderen wird die ökumenische Zusammenarbeit der Wetzlarer Christen aufgezeigt. Dazu zählen laut Dörr der Jahresschlussgottesdienst, der Fürbitt- und Segnungsgottesdienst am Pfingstmontag, die Faschingsmatinee, der Auftritt der beiden Pfarrer als Lubentius und Malachias beim Domfasching, der Auftritt des evangelischen Posaunenchores bei der Fronleichnamsprozession und das Taizegebet. Zudem finden die Standbesucher persönliche Statements der Projektmitglieder zur Ökumene.
Am ersten Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin kamen über 200.000 Menschen zusammen. Dort haben die beiden Gemeinden sich ebenfalls präsentiert. Knüller waren damals Fotos von Gemeindemitgliedern, bei denen die Besucher erraten sollten, ob die Personen evangelisch oder katholisch sind. Auch in München wird dieses unterhaltsame Ratespiel präsentiert.
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