In den letzten Ausgaben von des Gemeindebriefes „Evangelisch in Wetzlar“ wurde auf Neuerungen in der Konfirmandenarbeit hingewiesen. Jetzt ist das Konzept erstellt und wird ab März umgesetzt. Wie sieht das nun konkret aus?
Die Konfirmandinnen und Konfirmanden aller Bezirke werden sich von März bis Oktober gemeinsam mit Kirche und Glauben auseinandersetzen. Anschließend werden die Pfarrer die Gruppen bis zur Konfirmation weiterführen. Auf einem „Konfi-Castle“ Anfang März in Rodenroth haben alle Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen und schon mal einen Vorgeschmack auf die dann folgenden Projektage zu bekommen. Diese sind von Ende April bis Oktober. Dazu treffen sich die 76 Jugendlichen 14tägig samstags, um in Kleingruppen das jeweilige Thema zu besprechen und in verschiedenen Workshops auch mal etwas ganz Neues auszuprobieren.
Der wöchentliche Unterricht entfällt in dieser Zeit (Ausnahme: Bezirk Kreuz wegen der verkürzten Unterrichtszeit). Die Kirchengemeinde Niedergirmes sorgt mittags für ein gutes Essen und ihre Konfirmanden sind auch bei unserm Projekt dabei. Folgende Workshops und Themen hat das Konzept-Team u. a. geplant: „echt originell“; Lebenswege mit Gott; Freundschaft & Liebe; Umgang mit Stress; Licht- und Ton-Technik;
Mädchen-Sein, Junge-Sein; Gebet – wie geht‘s; Stadtrallye; Eine-Welt; Gerechtigkeit; Leben & Sterben; Theater; Mitarbeiter-Schnupper-Kurs und viel im kreativen Bereich.
In den Kleingruppen werden Mädchen und Jungen zusammen sein, die sich schon seit dem Konfi-Castle kennen. Während die Workshop-Leiter je nach Angebot wechseln, bleibt die Person, die die Kleingruppe begleitet, dieselbe. Dem Konzept-Team ist wichtig, dass es bei der Arbeit nicht um Auswendig-Lernen oder
Übernehmen einer festen Meinung geht, sondern dass die Jugendlichen mit ihren Fragen und den Kleingruppenleitern gemeinsam auf dem Weg sind, ehrliche Antworten zu finden. So sind auch kritische
Fragen ausdrücklich erlaubt! Vier der neun Projekttage enden mit einem new-focus-Jugendgottesdienst in
der Unteren Stadtkirche, den einzelne Konfirmanden mit gestalten können. Für diesen Jahrgang steht das umgebaute Haus in der Kornblumengasse noch nicht zur Verfügung. Wir sind aber froh, dass
wir wegen der räumlichen Nähe auf das Dom- und das Hospital-Gemeindehaus ausweichen können.
Mitgeplant und entwickelt haben Sören Krohn, Hendrik Pfeffer, Christoph Wehrenfennig, Jennifer Ihra, Ulrike Weide und Erika Arndt.
Ulrike Würth, Jugendleiterin