Als „absolut vorbildlich“ bezeichneten die Mitglieder des Arbeitskreises Sozialpolitik der CDU-Landtagsfraktion unter Leitung der sozialpolitischen Sprecherin, Petra Müller-Klepper, die pädagogische Arbeit und Integrationsleistungen, die in der Evangelischen Kindertagesstätte Silhöfer Aue im Wetzlarer Westend erbracht werden. Die Sozialpolitiker besuchten gemeinsam mit dem örtlichen Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer die Einrichtung, um sich vor Ort am praktischen Beispiel über die besonderen Herausforderungen zu informieren, die bei einem hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund bewältigt werden müssen.
„Es ist zu begrüßen, dass diese Kindertagesstätte unter Führung ihrer engagierten Leiterin Ingrid Gröschler in das Projekt 'frühstart' aufgenommen wurde. Hier wird bereits erfolgreiche Pionierarbeit geleistet, die nun mit Unterstützung des Landes und der beteiligten Stiftungen noch weiter ausgebaut werden kann“, so Müller-Klepper und Irmer. Mit dem Projekt „frühstart“ werden durch ein intensives Fortbildungsprogramm für Erzieherinnen und Erzieher die Grundlagen für eine erfolgreiche sprachliche Bildung im Kindergarten gelegt. Dabei arbeiten die gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Türkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung, die Gölkel Stiftung und das Hessische Sozialministerium mit Städten und Kindergärten zusammen.
„Der von der CDU-geführten Landesregierung eingeschlagene Weg der frühen Sprachförderung ist der richtige. Nur wenn Kindern mit Migrationshintergrund frühzeitig die deutsche Sprache vermittelt wird, haben sie gute Startchancen für das spätere Leben. Sprache ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Mit dem Projekt frühstart werden darüber hinaus auch die Eltern, denen primär die Erziehung ihrer Kinder obliegt, angesprochen und in den Integrationsprozess eingebunden. Kurse wie ‚Mama lernt deutsch’ sind ein weiterer wichtiger Bestandteil des vorbildlichen Integrationskonzepts Hessens. Die Erzieherinnen und Erzieher als Vertrauensperson von Kindern und Eltern sowie ehrenamtliche Elterbegleiter helfen Ängste und Informationslücken zu überwinden“, erläuterten die Politiker.
Nach einem Rundgang durch die Einrichtung tauschten sich die Politiker in einem Gespräch mit der Leiterin Ingrid Gröschler, Pfarrer Jörg Süß von der Evangelischen Kirchengemeinde, Bürgermeister Helmut Lattermann und Heike Grotstollen, Leiterin der Abteilung Kindertagesstätten beim Jugendamt der Stadt Wetzlar, über die ersten Erfahrungen mit dem Projekt „frühstart“ und die besonderen Schwierigkeiten der Arbeit in einer Kindertagestätte mit einem sehr hohen Migrantenanteil aus. Mit großem Sachverstand und viel Engagement werde hier wichtige Arbeit für die Zukunft dieser Kinder und damit auch der ganzen Gesellschaft geleistet. „Nachhaltig beeindruckt von diesem Gespräch wird sich der Arbeitskreis Sozialpolitik der CDU-Landtagsfraktion weiterhin dafür stark machen, dass die Integrationsmaßnahmen fortgeführt und ausgebaut werden“, so Müller-Klepper.
