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Evangelische Kirchengemeinde Wetzlar

Fisch mit Schriftzug: Evangelisch in Wetzlar

Helmut Hofmann ist neuer Pfarrer im Bezirk Kreuzkirche

Gruppenfoto: Einführung Pfr. Hofmann in der Kreuzkirche

Bild von links: Superintendentin Ute Kannemann, Dr. Hildegard Denkhaus, Pfarrer Helmut Hofmann, Dr. Barbara Groß-Fengels und Pfarrer Jörg Süß.

Der aus Rechtenbach stammende Helmut Hofmann ist neuer Pfarrer im Bezirk Kreuzkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Wetzlar. In einem Gottesdienst führte Superintendentin Ute Kannemann den 57-jährigen Seelsorger in sein Amt ein. Dabei erläuterte sie, dass Hofmann ab 1. September Pfarrer mit besonderem Auftrag (mbA) im Kirchenkreis sei. Hofmann werde zur Entlastung und Unterstützung von Pfarrer Jörg Süß als Vorsitzendem der Kirchengemeinde und als Assessor (stellvertretendem Superintendent) des Kirchenkreises eingesetzt. Ferner wird er auch Vertretungsdienste im Kirchenkreis übernehmen. Die Superintendentin erinnerte ihn an das bei der Ordination vor 29 Jahren abgelegte Versprechen und fragte erneut ob er bereit den Dienst gebunden an die Ordinationverpflichtung nach den Ordnungen der Kirche aufzunehmen.

In seiner Antrittspredigt über den Schöpfungsbericht im 1. Buch Mose, Kapitel 2, Verse 4 bis 15, wies Hofmann auf die Bedürftigkeit des Menschen hin. Gott wende sich dem bedürftigen Menschen zu. Diese Grundlinie ziehe sich durch die gesamte biblische Botschaft.

Hofmann hat nach dem Abitur, das er in Wetzlar ablegte, evangelische Theologie in Wuppertal und Marburg studiert. In Essen-Borbeck sammelte er erste Erfahrungen als Gemeindepfarrer. Von 1987 bis 1997 war er als Studentenpfarrer der Evangelischen Studentengemeinde Bonn tätig. Die letzten zehn Jahre hat er als Stiftsseelsorger am Wohnstift Augustinum und im Itzel-Sanatorium in Bonn gearbeitet. Hofmann ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern und seit Jüngstem auch Großvater. Zu seinen Hobbies gehört das Posaunen- und Gitarrenspiel.

Superintendentin Ute Kannemann (Lützellinden) führte in dem Gottesdienst auch Dr. Hildegard Denkhaus als stellvertretendes Mitglied im Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Wetzlar ein. Ferner erinnerte Superintendentin Kannemann Dr. Barbara Groß-Fengels an ihr bereits abgelegtes Versprechen. Frau Groß-Fengels war während der letzten Kreissynodaltagung aus der Stellvertretung in die erste Reihe des Vorstands gewählt worden.

Frau Kannemann hatte den Bibeltext aus dem 1. Petrusbrief, Kapitel 5, Vers 7 gewählt: „Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch.“ Diese Aussage gelte auch als Zusage für die neuen Ämter in Zeiten anstehender Veränderungen in der Kirche. Es gelte neue Wege und Strukturen zu suchen, mit „deren Hilfe wir das Evangelium gut weitergeben und auch miteinander leben können“, so die Superintendentin. Den Begriff "Werfen" wertete sie als ein starkes Bild und zitierte den Reformator Martin Luther: "Wer das Werfen nicht gelernt hat, der bleibt in seinem ganzen Leben ein umgeworfener, zerworfener und verworfener Mensch.“

Für die künftigen Aufgaben vermittelte sie Zuversicht: „Wir dürfen entlastet angreifen, was heute dran ist - in der Erwartung, dass Gott uns nicht im Stich lässt - wir arbeiten ja auch nicht in unserem Namen, die Gemeinde ist sein Werk!“