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Evangelische Kirchengemeinde Wetzlar

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Würstchen-Aktion

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Drei Tage lang haben Christen aus Kirchen und Freikirchen Wetzlars das Gespräch mit den Passanten über den christlichen Glauben gesucht. Mitten in der Fußgängerzone Bahnhofstraße gegenüber dem Eingang zum Herkules-Zentrum und im Franziskanerhof am Schillerplatz haben rund 100 Kirchenmitglieder mit Vorübergehenden über Gott und die Welt gesprochen, mit ihnen gebetet und sie in ihre Gemeinden eingeladen. „Wir wollen mit der Aktion den Glauben auf die Straße bringen“, so die Vorsitzende der evangelischen Allianz, Pastorin Sabine Bockel. Der Glaube an Gott sei nicht nur etwas für die Kirchenmauern, sondern gehöre mitten ins Leben, ergänzte ihr Kollege Christoph Bergfeld von der Anskar-Kirche in Niedergirmes.

Als Aufhänger zum Glaubensgespräch diente ein Würstchen oder vegetarischer Burger. Unter einem Zeltdach waren meist acht ehrenamtliche Mitarbeiter damit beschäftigt, die Grills und Bratpfannen zu füllen. Weitere sechs freundliche Damen und Herren gaben die gebratenen Leckereien an die Passanten weiter. „Senf oder Ketchup“ lautete meist die erste Frage an die „Kunden“. So mancher zückte seinen Geldbeutel, um zu zahlen. Doch die Mitarbeiter lehnten freundlich ab. „Ist alles frei. Wir verschenken die Wurst“, gabs dann zur Antwort. Schnell war dies auch Anknüpfungspunkt über das Warum und Wie. An den eigens aufgestellten Tischen wurden nicht nur die Würstchen verspeist, es gab auch Unterhaltungen, die über ein „Hallo“ und „Wie geht’s?“ hinaus zu persönlichen Themen führten. Die eigens auf Gespräche vorbereiteten Christen haben von ihrem Glauben an Gott berichtet und welche Auswirkungen er auf ihren Alltag hat.

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Musikgruppen der Anskar-Kirche und der Christlichen Gemeinde Wetzlar (CGW) sorgten zudem für Unterhaltung. Eine Tanzgruppe der CGW bot zudem Spielszenen und Tänze, die das Interesse der Passanten auf sich zogen.

Zum vierten Mal wurde die Aktion „On the move“ in Wetzlar durchgeführt. Pastor Alexander Hirsch aus Marburg war gekommen, um zu schauen, ob diese Art des Gesprächs über den Glauben auch für die Universitätsstadt in Betracht kommen könnte. Der neue evangelische Pfarrer für den Dom, Björn Heymer, machte sich ebenfalls ein Bild von dem Treiben in der Bahnhofstraße und suchte Kontakt zu den Mitgliedern der Evangelischen Allianz.

Die Idee der Aktion stammt aus England, so der deutsche Initiator Heinrich Baumann aus Bielefeld. Gemeinsam mit seiner Frau Sabine zieht der ehemalige CVJM-Sekretär in den Sommermonaten durch deutsche Städte, um die Aktion mit örtlichen Gemeinden zu verwirklichen. „Die Entscheidung der Kirchen und Gemeinden, dahin zu gehen, wo die Menschen sind, funktioniert auf der ganzen Welt“, freut sich Baumann. „Das Bestreben, sich um Menschen zu kümmern, die ausserhalb der Kirche stehen, ist für alle Aktiven das Motiv mitzumachen. Die Botschaft Gottes hat überall ihren Platz, am Altar in der Kirche genauso wie in unseren Open-air-Cafés. Baumann brachten alles vom Profi-Grill über Tische und Bänke alles mit für die dreitägige Aktion.

Übrigens: 3.200 Würstchen und Burger haben bei der Aktion den Weg in die Mägen der Wetzlarer Passanten gefunden. Bei wievielen Gesprächen die Botschaft Gottes in die Herzen der Menschen Eingang fand, vermögen die Akteure indes nicht zu sagen.