
Den Glauben an Gott und die Begeisterung für den Motorradsport haben 19 Teilnehmer bei einem Sicherheitstraining verbunden. Dazu eingeladen hatten die Evangelische Kirchengemeinde Wetzlar und der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) in Aßlar. Unter den Teilnehmern waren auch Pfarrer Christian Silbernagel, der eine Harley Davidson fährt, sowie der Geschäftsführer der Diakonie Lahn-Dill, Mathias Rau.
Michael Illi vom Missionswerk SRS pro Sportler (Altenkirchen/Westerwald) zeigte den Bikern in Theorie und Praxis, wie sie sicher durch den Straßenverkehr gelangen. Dazu gehört seiner Meinung nach die Kontrolle des Motorrads vor jedem Fahrtantritt. Bremsen, Licht, Öl, Reifendruck und viele mehr seien zu beachten. Schon ein kleiner Defekt könne bei der Ausfahrt fatale Folgen haben, so Illi. Mehrfach habe er bei Fahrten Pannen erlebt, die aber glimpflich ausgegangen seien. Dies führe er darauf zurück, dass Gott seine Hand im Spiel hatte. Den praktischen Teil des Trainings absolvierten die Biker auf dem Parkplatz auf der Bachweide sowie auf dem Gelände der Kfz-Zulassungsstelle.
Zu den Übungen gehörte auch die kontrollierte Seitenlage, um an Hindernissen vorbeizukommen.
In einem Gottesdienst griff Illi dieses Bild auf. Auch der Zöllner Zachäus, von dem die Bibel berichtet, habe sich in eine kontrollierte Seitenlage gebracht, um Jesus sehen zu können. Er war auf einen Baum geklettert, um über die Menschenmenge hinweg den Blick frei zu haben. Illi warb in der Gnadenkirche für den christlichen Glauben. Keine Religion kenne diese Tatsache, dass Gott selbst sich für die Schuld der Menschen ans Kreuz schlagen lässt, dass er stirbt und wieder aufersteht. Für Musik sorgte die Band „Dreiklang plus“. Pfarrer Silbernagel führte als Liturg durch den Gottesdienst, gekleidet mit einer Motorrad-Lederhose und einem T-Shirt mit der Aufschrift „Jesus Bikers“.
Das Training endete mit einer Ausfahrt auf den Feldberg im Taunus. Zwischenstation machten die Biker im Museum Schloss Vinzent bei Kurt Schupp in Niederwetz. Benannt ist sein Museum nach der ehemaligen englischen Marke Vinzent, von der er nach eigenen Angaben die weltweit schönsten Exponate besitzt. Schmuckstück der Schuppschen Sammlung ist seine Vinzent Black Lightning. Die älteste Maschine ist die Vincent-HRD Serie A Comet Baujahr 1937. Noch viele weitere historische Motorräder gab es bei Schupp zu bewundern. Nach gelungenem Ausflug beendeten die Biker ihre Ausfahrt in der Fischerhütte in Niedergirmes. Es war nach 2009 das zweite Training, das der CVJM und die Evangelische Kirchengemeinde Wetzlar angeboten haben.


Bild 1: Michael Illi von SRS pro Sportler (am Motorrad) gibt den 19 Motorradfahrern Tipps für sicheres Fahren.
Bild 2: Sicherheitstraining von CVJM und Evangelischer Kirchengemeinde für den Umgang mit dem Motorrad.
Bild 3: Die Biker starten zur Ausfahrt auf den Feldberg.