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Evangelische Kirchengemeinde Wetzlar

Fisch mit Schriftzug: Evangelisch in Wetzlar

Schweizer Bläser geben begeisternde Konzerte

45 Bläser aus der Schweiz haben am Wochenende zwei begeisternde Konzerte in Wetzlar und Ehringshausen gegeben. In einem rund eineinhalbstündigen Programm stellten die Mitglieder zweier evangelischen Chöre ein breites Spektrum ihres Könnens vor. Die Musiker gehören der Evangelischen Brass Band Schlatt im Kanton Bern und dem Posaunenchor Marthalen im Kanton Zürich an. Für die beiden Konzerte in Mittelhessen haben sie eigens ein neues Programm einstudiert. Organisiert wurden die Auftritte von Prädikant Karl Heinz Später, der mit einer Schweizerin verheiratet ist und seit kurzem auch die Schweizer Bürgerschaft erhalten hat. Später und auch Hans-Peter Roth als Vertreter des Schweizer-Vereins Mittelhessen begrüßten die Musiker auf Schweizerdeutsch. Die 130 Besucher erlebten ein Konzert mit Werken aus verschiedenen Epochen. Zu den Höhepunkten gehörte sicher das Lied „Pirates of the Caribbean“ aus dem gleichnamigen Kinofilm. Andreas Nickel (Rechtenbach), stellvertretender Kreisposaunenwart des CVJM, hatte die Bläser im Namen seines Verbandes begrüßt. Zu seiner Überraschung und auch der des Publikums durfte er ein Lied der beiden Chöre dirigieren. Joel Kunkler vom Posaunenchor Schlatt hatte dazu das „Berner Lied“ ausgewählt, das besonders langsam gespielt werde.
Schweizer Brass-Bläser spielen in der Kreuzkirche
Schweizer Brass-Bläser spielen in der Kreuzkirche

Zu dem Repertoire gehörten auch Lieder wie Rhythm Forever, Carlotta und Gabriellas Song aus dem schwedischen Film "Wie im Himmel" . Die Formation hatte nicht nur Blasinstrumente wie Horn, Trompete, Posaune und Tube mitgebracht. Auch Schlagzeug, Pauke, Trommel, Xylophon und Rassel gehörten mit zu den Instrumenten, die für einen kräftigen Sound sorgten. Die Schweizer Musiker füllten sehr lautstark den Kirchenraum und begeisterten damit ihr Publikum. Pfarrer Jörg Süß kommentierte den Auftritt mit den Worten „Ich wusste gar nicht, dass Schweizer so schnell spielen können“.

Das Publikum erklatschte sich vier Zugaben. Dazu gehörte auch das Stück Trepak aus der Nußknacker-Suite von Peter Iljitsch Tschaikowski (1840-1893) und der Marsch „The Waltonian“ von J. J. Richards.

Zum Abschluss spielten die Brass-Bläser „Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte“, das als schwedischer Folk-Song angekündigt war. Auch die Besucher wurden bei dem Lied „Nun danket alle Gott“ mit in das Programm eingebunden. Der Applaus gilt als Brot des Künstlers. Nach diesen Konzerten müssen die Musiker satt nach Hause gereist sein.

Foto: Rühl