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Evangelische Kirchengemeinde Wetzlar

Fisch mit Schriftzug: Evangelisch in Wetzlar

Christliche Jugendliche helfen in Wetzlarer Tafel „Mahlzeit“

OB Wolfram Dette übergibt ein Hoffnungsbuch und einen Mantel an Jugendreferentin Kathleen Boldt

Oberbürgermeister Schirmherr der Initiative "Hoffnung - Dienen mit Wort und Tat"

Jugendliche aus Kirchen, Freikirchen und Werken aus Wetzlar haben am Samstag eine Initiative "Hoffnung - Dienen mit Wort und Tat" gestartet. Beim Auftakt im Foyer des Neuen Rathauses haben rund 60 vorwiegend junge Menschen „Ballons der Hoffnung“ in den Himmel aufsteigen lassen. Daran sind Zettel angeheftet, auf denen Gebete für die Stadt notiert sind. Die Schirmherrschaft der Initiative hat Oberbürgermeister Wolfram Dette. Er sagte, die Initiative zeige, dass junge Christen in der Stadt Verantwortung übernehmen und im Sinne des christlichen Glaubens anderen Menschen helfen wollen. Das biblische Motto der Initiative steht im Matthäusevangelium, Kapitel 5, Vers 16: „So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.“ Dies sei sein Konfirmationsspruch gewesen, so Dette, und habe ihn ganz persönlich durch sein Leben begleitet.

Er wünschte den Akteuren, dass sich noch viele einbinden lassen und Hoffnungsträger werden. Am Ende der Aktion hoffe er, dass die Jugendlichen viele persönliche positive Eindrücke gemacht haben. Er hoffe, so der OB, dass Gottes Segen diese Initiative begleite. Er hoffe zugleich, dass die Initiative Hoffnung Vorbildcharakter erreiche und sich viele Menschen zum ehrenamtlichen Engagement für diese Stadt herausfordern lassen. OB Dette übergab ein Buch und einen Mantel an Jugendreferentin Kathleen Boldt von der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde (Baptisten). In dem Buch werden die Jugendlichen ihre Aktionen mit Text und Bildern festhalten. Am Martinstag, dem 11. November, werden die Jugendlichen zurückkehren ins Rathaus und den Mantel mit dem Oberbürgermeister teilen. Praktikant Timo Scherer von der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) erinnerte an Martin von Tours (316 – 397), der als Soldat zum Glauben an Jesus Christus fand. Dies veränderte sein Leben und er fing an, mit anderen zu teilen. Noch heute erinnert der St. Martinstag an eine Begegnung Martins mit einem Armen. Weil dieser nichts zum Anziehen hatte, teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und übergab dem Armen die Hälfte. Auch Jesus habe den Armen und Kranken geholfen und sich um Menschen am Rand der Gesellschaft gekümmert. Christen lebten auch heute in der Tradition, den Schwachen zu helfen, auch eigenes aufzugeben.

Kathleen Boldt erläuterte, dass sich nicht nur in Wetzlar, sondern bundesweit über 250 Gruppen an der Initiative beteiligen. In Berlin wird Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt am 19. Januar dem Leitungsteam der Initiative einen Mantel und ein Hoffnungsbuch überreichen. Die beiden Hüttenberger Tobias Hundt und Samuel Harfst haben für die bundesweite Initiative einen eigenen Song geschrieben.

Frau Boldt erläuterte, dass die Jugendgruppen aus der Evangelischen Kirchengemeinde Wetzlar, der Kirchengemeinde Hermannstein, der Freien evangelischen Gemeinde, der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinden, der Anskarkirche und aus Werken wie dem CVJM und dem Hilfswerk Lebensbrücke in diesem Jahr verschiedene Aktionen planen. So wollen einige sich ehrenamtlich in der Wetzlarer Tafel „Mahlzeit“ in Niedergirmes einsetzen. Am 28. Mai wollen junge Leute aus der FeG Nachbarn im Blankenfeld die Autos waschen. Geplant sind ferner Besuche bei alten, kranken und einsamen Menschen sowie Putzaktionen. Weitere Ideen würden noch entwickelt. „Wir wollen Hoffnungsträger sein für die Stadt“, so Frau Boldt.

OB Wolfram Dette als Schirmherr lässt gemeinsam mit rund 70 jungen Leuten Ballone der Hoffnung vor dem Wetzlarer Neuen Rathaus in die Luft steigen.

Bild 1: Oberbürgermeister Wolfram Dette übergibt ein Hoffnungsbuch und einen Mantel an Jugendreferentin Kathleen Boldt.

Bild 2: OB Wolfram Dette als Schirmherr lässt gemeinsam mit rund 70 jungen Leuten Ballone der Hoffnung vor dem Wetzlarer Neuen Rathaus in die Luft steigen. Fotos: Rühl

Foto: Rühl