
Im Gegenüber und als Ergänzung zum Altarfenster zeigt die Bildwand links vom Altar einen entscheidenden Ausschnitt aus der Heilsgeschichte Gottes, die im Kommen des Sohnes Gottes Jesus Christus ihre Erfüllung gefunden hat. Vier Bilder erzählen Geschichten aus dem Neuen Testament. Hier hebt sich das vierfache Bild gleichsam aus der dunklen Tiefe, aus verschlungenen und unheimlichen Linien empor zum Licht. Dieses Hervorbrechen des Lichtes wird durch die vier biblischen Szenen aus dem Wirken und der Selbstoffenbarung Jesu Christi nach dem Zeugnis des Evangelisten Johannes verdeutlicht. Diese Bildwand wurde 1982 von dem Künstler Hermann Gottfried (Bergisch Gladbach) gestaltet.
A) Auf dem unteren Bild wird Jesus besonders hoheitsvoll und mit Vollmacht ausgestattet sichtbar. In der Geschichte von der Speisung der Fünftausend (Joh. 6, 1 ff)), die von wenigem satt wurden, offenbart er sich selbst als Brot des Lebens. In dem Korb vor ihm wird nur ein Fisch sichtbar. Das Brot fehlt hier - denn er selbst ist das Brot, das allen Hunger der Menschen stillt.
B) Im zweiten Bild schenkt Jesus die Fülle des Lebens dem Blinden, dessen Augen verschlossen sind und der noch nie das Licht sehen konnte. Jesus rührt seine Augen an und schickt in zum Teich Siloah, dass er sich dort waschen und sehend werden soll. (Joh. 9, 1 ff).
C) Das dritte Bild zeigt die Jünger Jesu im Sturm auf dem See Genezareth. Voller Angst sitzen sie im Boot, als plötzlich Jesus über das Wasser kommt und ihnen zuruft: "Seid getrost, ich bin's, fürchtet euch nicht!" (Joh. 6,16 ff)
D) Das oberste Bild führt den Betrachter an den Jordan zu Johannes dem Täufer. Er deutet auf Christus und scheint auszusprechen "Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt." (Joh. 3, 22 ff)